Bilanz des Anfangs
Das erste Jahr...
Der Bauplan wurde vor einem Jahr genehmigt. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? So werden Bauherren gefragt, die ein Haus bauen. Helga Grömer, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle für die pastorale Entwicklung im Bistum Passau, steht vor ähnlichen Fragen. Nur: Sie baut am Pastoralplan mit, will ihn in die Tat umsetzen. Was seit Pfingsten 2000, als der jetzige Altbischof Franz Xaver Eder das Werk in Kraft gesetzt hat, geschehen ist, schildert Helga Grömer in einer Zwischenbilanz.
"Seht her, nun mache ich etwas Neues, schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?"
Schon kommen in eineigen Pfarrgemeinden interessante Ideen zur Umsetzung des Pastoralplanes zum Vorschein. Projekte und Initiativen wie zu Beispiel: "Pastoralplan/Leitbild für die Pfarrgemeinde" oder "Wegweiser durch die Fastenzeit 2001":Den Glauben erneuern - das Leben vertiefen" oder "Wie mit einander reden lernen?" oder "Spirituelle Orte in der Pfarrei".
Manchen Pfarrgemeinden dient der Pastoralplan zur Überprüfung und Auswertung ihrer pastoralen Entwicklung: Welche Ziele setzen wir uns? Wie "hochwertig und qualitätsvoll" (im Sinne des Pastoralplans) sind unsere Planungen und pastoralen Unternehmungen? Wie gehen wir mit unseren Talenten und Kräften sorgsam um? Mehrere Dekanate suchen nach neuen "Formen der pastoralen Kooperation und des Teilens" und entdecken das Dekanat als "Kommunikativen Zwischenraum, der bei den anstehenden Veränderungen (weniger Personal, größere Pfarrverbände) zunehmende Bedeutung bekommen wird.
Zwei diözesane Projektgruppen bearbeiten zur Zeit u.a. Themen wie "Pastorale Raumplanung", "Vakanzzeit in der Pfarrei bei Pfarrerwechsel", "Dekanat als Solidargemeinschaft" oder "Liturgische Gemeindeberatung". Sie setzen damit Impulse für die pastorale und strukturelle Entwicklung im Bistum.
In einer Werkstatt "Pastorale Qualitätsentwicklung" haben sich zwölf Seelsorger und Seelsorgerinnen mit den Fragen "Was ist pastorale Qualität? Wie lässt sich pastorale Qualität in der Seelsorge (weiter-)entwickeln und sichern?" intensiv auseinandergesetzt. Diese Fragen werden alle, die in der Seelsorge haupt- und ehrenamtlich tätig sind, in ihrer Praxis zur Auseinandersetzung mit den Zielen und Maßnahmen des Pastoralplanes herausfordern.
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